Der Kanal Affiliate-Marketing ist für viele Online-Shops fester Bestandteil im Online-Marketing-Mix. Dafür sprechen nicht nur effektive Abrechnungsmodelle mit transparenten Kosten, sondern auch geringe Streuverluste durch professionelle Vertriebspartner.

In der nachfolgenden Übersicht werden alle wichtigen Fragen zum Thema Affiliate-Marketing beantwortet:

Was ist Affiliate-Marketing, und woher kommt es?
Was sind die Vorteile eines Partnerprogramms?
Wer nimmt am Affiliate-Marketing teil?
Welche deutschsprachigen Affiliate-Netzwerke gibt es?
Welche Abrechnungsmodelle und Attributionsmodelle werden verwendet?
Welche Messen, Konferenzen und Veranstaltung rund um Affiliate-Marketing gibt es?
Affiliate-Marketing Agentur in Hamburg

Affiliate-Marketing Definition

Affiliate-Marketing lässt sich als eine Vertriebsart im Internet definieren, bei der ein Anbieter seinen Partnern Provisionen zahlt. Der Anbieter wird auch Händler, Advertiser oder Merchant genannt – der Partner hingegen Affiliate, Publisher oder Vertriebspartner. Sie arbeiten im Rahmen eines Affiliate-Programms beziehungsweise Partnerprogramms zusammen.

Historie – die Ursprünge des Affiliate-Marketings

Die Ursprünge reichen bis in die 90er Jahre zurück. Als Vorreiter sind die Unternehmen CDNow (1994) und Amazon (1996) zu nennen. Sie hatten maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des Affiliate-Marketings. Sie boten ihren Mitgliedern an, für Produkte zu werben, die es in ihren Internet-Shops zu kaufen gab. Bei erfolgreicher Vermittlung zahlten sieProvision. Amazon arbeitete mit einer speziellen Tracking-Methode. Anhand eines Verweises, sprich Referrer, konnte es ermitteln, woher ein Käufer kam. An diesem Grundprinzip hat sich bis heute nichts geändert. Amazon betreibt derzeit das weltweit größte Partnerprogramm.

Zu den ersten kommerziellen Affiliate-Netzwerken gehörten Linkshare und BeFree (heute CJ Affiliate by Conversant). Eine Übersicht der größten deutschsprachigen Affiliate-Netzwerke gibt es weiter unten.

Vorteile eines Partnerprogramms

Eigentlich ist jene Art der Vermittlung eine Rückbesinnung auf längst etablierte Vertriebskanäle im Geschäftsalltag. Jeder Publisher erwirtschaftet über den Absatz von Produkten Umsatz. Doch es gibt einen großen Unterschied. Das heutige Affiliate-Marketing ermöglicht, dass einerseits jeder Advertiser ein Partnerprogramm aufsetzen und andererseits jeder Internetnutzer ein potenzieller Vertriebsmitarbeiter werden kann. Sie als Shop-Betreiber profitieren davon, dass Ihre Produkte auf tausenden Webseiten beworben und verkauft werden können. Sie zahlen nur, wenn es zum tatsächlichen Kauf kommt. Auch den Branding-Effekt sollten Sie dabei nicht unterschätzen.

Damit liegen die relevanten Vorteile von Affiliate-Marketing auf der Hand: Durch risikoarme Abrechnungsmodelle entstehen mess- und skalierbare Kosten. Die professionellen Affiliates sorgen für geringe Streuverluste und platzieren Ihre Produkte nah am Kunden und damit direkt am Ort des Einkaufs (Point of Sale, PoS).

Alle Mitspieler im Affiliate-Marketing: Publisher, Advertiser und Netzwerke

Affiliate-Marketing ist ein dynamisches Konstrukt mit drei Teilnehmern. Der Advertiser – in dem Fall Sie – stellt Produkte oder Dienstleistungen zur Verfügung. Diese werden über einen Internet-Shop oder eine entsprechende Webseite angeboten. Der Affiliate bewirbt die Produkte. Mögliche Varianten neben der konventionellen Einblendung von Werbebannern sind u.a. Webseiten mit Klickaufforderung, Bonussysteme, Social-Media-Beiträge und ein Newsletter-Versand.

Schließlich gibt es als dritten Teil noch das Affiliate-Netzwerk. Es bietet eine Plattform, auf der sich die Affiliates für ein Partnerprogramm bewerben können. Das Netzwerk stellt ebenfalls Tracking-Technologie, finanzielle Abwicklung und Statistiken zur Verfügung. In Deutschland zählen Awin, Belboon und TradeDoubler zu den bekanntesten Netzwerken.

Übersicht Affiliate-Netzwerke im deutschsprachigen Raum

Die folgende Liste zeigt alle wichtigen Affiliate-Netzwerke im deutschsprachigen Raum in alphabetischer Reihenfolge. Zusätzlich sind Gründungsjahr und Hauptsitz vermerkt.

  • AdCell, 2003, Berlin
  • Awin (ehemals Affilinet und Zanox), 2000, Berlin
  • Belboon, 2002, Berlin
  • CJ Affiliate by Conversant, 1998, München
  • Financeads, 2006, Nürnberg
  • Retailerweb, 2008, Grünwald
  • Superclix, 1997, Freiburg
  • TradeDoubler, 1999, München
  • TradeTracker, 2004, Hamburg
  • Webgains, 2006, Nürnberg

Abrechnungsmodelle im Affiliate-Marketing

Im Affiliate-Marketing ist es üblich, erfolgsbasiert zu arbeiten. Für den Publisher heißt das: Nur wer erfolgreich vermittelt, kann Provision verlangen. Und für den Advertiser: Nur wenn ein Produkt vermittelt wurde, muss er Provision zahlen. Im Laufe der Zeit haben sich die folgenden Konditions- beziehungsweise Abrechnungsmodelle etabliert.

  1. PPC bedeutet „Pay per Click“. Für jeden Klick auf ein Werbemittel, erhält der Publisher eine Vergütung.
  2. PPL steht für “Pay per Lead”. Ein Lead ist der Datensatz aus einer Einmalaktion, wenn sich ein Nutzer beispielsweise bei einem Online-Shop registriert oder einem Newsletter anmeldet.
  3. PPS heißt „Pay per Sale“ und orientiert sich am direkten Kauf eines Produkts. Ausschlaggebend ist der Wert des Warenkorbs. Der Publisher erhält einen bestimmten Prozentsatz davon als Provision.
  4. PPI ist die Abkürzung für „Pay per Install“ und greift, wenn eine Software, eine App oder eine Toolbar auf einem Endgerät installiert wird.

In der Vergangenheit wurden auch Kombi-Modelle angeboten. Eine beliebte Variante war es, PPC („Pay per Click“) und PPL zu kombinieren. Der Publisher wurde für einen Klick auf das Werbebanner und zusätzlich für den erfolgreichen Lead belohnt. Man muss jedes Affiliate-Programm genau prüfen, welches Abrechnungsmodell am besten passt.

Attributionsmodelle

Attributionsmodelle hängen stark mit den bereits angesprochenen Abrechnungsmodellen zusammen. Dabei bewertet man die unterschiedlichen Kontaktpunkte (Touchpoints) während der Customer Journey – also innerhalb des Kaufprozesses eines potenziellen Kunden. Die Vergütung wird abhängig vom gewählten Modell aufgeteilt. Zu den fünf geläufigen Attributionsmodellen zählen:

  1. „Last Touchpoint Modell“ bedeutet, dass jener Publisher die volle Provision erhält, der für den letzten Kundenkontakt verantwortlich ist. Dabei handelt es sich um das traditionelle Last-Cookie-Wins-Prinzip.
  2. „First Touchpoint Modell“ heißt, dass der Publisher vergütet wird, der den ersten Kontakt erstellt. Das Modell ist ideal für schnellen Traffic- und Branding-Aufbau.
  3. Das „Lineare Modell“ beachtet alle beteiligten Touchpoints gleichermaßen und zahlt die Publisher einheitlich aus.
  4. „Time Decay Modell“ orientiert sich am Zeitpunkt des Kaufs beziehungsweise der Conversion. Dieser Touchpoint wird höher gewichtet als ein Kontakt, der zeitlich weiter zurückliegt.
  5. Beim „Position Based Modell“ werden häufig der erste und der letzte Kontaktpunkt priorisiert und alle anderen Touchpoints linear bewertet.
  6. Das „Benutzerdefinierte Modell“ gewichtet die einzelnen Touchpoints individuell. Als Basis können eigene Daten und Erfahrungen herangezogen werden.

Messen, Konferenzen und Veranstaltungen zum Thema Affiliate-Marketing in Deutschland

Neben den großen internationalen Affiliate-Konferenzen, wie beispielsweise London Affiliate Conference (Großbritannien), LeadsCon Las Vegas (USA), Affiliate Summit East in New York (USA) oder AM Days in San Francisco (USA) finden auch zahlreiche Veranstaltungen in Deutschland statt. Hier lassen sich nicht nur aktuelle Trends erfahren, sondern auch wichtige Geschäftskontakte knüpfen. Die folgende Auswahl zeigt die Höhepunkte von 2017 in alphabetischer Reihenfolge:

  • Affiliate Conference, München
  • Affiliate NetworkXX, München
  • Affiliatebash, Hamburg
  • Affiliatecruise, Hamburg
  • dmexco, Köln
  • Internet World Messe, München
  • OM Rockstars Festival, Hamburg
  • OMBash, Berlin
  • Performance Night, Köln
  • TactiXX, München
  • zanox Expert Days, Berlin

J5MEDIA – Affiliate-Marketing Agentur in Hamburg

Die Agentur J5MEDIA unterstützt Sie dabei, ihr Partnerprogramm zu planen, umzusetzen und zu optimieren. Als langjähriger Affiliate versteht J5MEDIA, worauf es bei der Betreuung eines erfolgreichen Partnerprogramms ankommt. Stetige Kommunikation mit den Publishern und den Netzwerken ist genauso wichtig wie die Optimierung von Werbemitteln und Provisionsmodell. J5MEDIA steht Ihnen als Affiliate-Marketing-Experte beratend und ausführend zur Seite.

Eine komplette Leistungsbeschreibung haben wir für Sie zusammengefasst.

Unsere Leistungen im Affiliate-Marketing

Die operative Betreuung ihres Partnerprogramms auslagern
Wiederkehrende Aufgaben übernimmt J5MEDIA. Durch die langjährige Erfahrung unserer Affiliate-Marketing-Experten führen wir Aufgaben, wie Publisher-Support (Telefon/E-Mail), Reporting oder Freigabe der Publisher-Bewerbungen regelmäßig durch.

Partnerprogramm-Betreuung
J5MEDIA erledigt nicht nur die unter Punkt 1) genannten wiederkehrenden Aufgaben. Darüber hinaus planen wir Maßnahmen von Publisher-Aktionen (Newsletter, Affiliate-Rallye, Bonusaktionen), aktivieren neue Partner und verwalten Werbemittel, Gutscheine und Aktionen innerhalb der Affiliate-Netzwerke.

Kompletter Affiliate-Marketing-Service
Ob Sie ihr Partnerprogramm planen, neu starten, fortführen oder optimieren wollen – J5MEDIA übernimmt alle notwendigen Schritte und stimmt diese mit Ihnen ab. Unsere Affiliate-Marketing-Experten decken alle Tätigkeiten von der Mitbewerber-Analyse bis hin zur Entwicklung von passenden Werbemitteln ab.

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